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Wie kann ich den DWC gewinnen?

  • GWA
  • vor 16 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Hier geht es nicht darum, wie gut man windsurfen muss, sondern, wie die Ranglistenberechnung funktioniert und wie man basierend darauf seine Jahresplanung optimieren kann, um so gut wie möglich in den Jahresranglisten platziert zu sein. Jeder Cupper sollte sich auf jeden Fall einmal sorgfältig das DWC Reglement 2026 durchlesen. Dort ist genau geregelt, wie die Ranglisten berechnet werden.


Auf den Ranglistenfaktor achten


Alle Ranglistenregatten werden im offiziellen Regattakalender veröffentlicht. Dort findet man Datum, Regatta/Ort, Veranstalter/Verein, Disziplin(-en) und - ganz wichtig! - Ranglistenfaktor der Regatta. Dieser bestimmt, wie viele Ranglistenpunkte man bei dieser Regatta gewinnen kann. Ein typischer California Windsurf Cup hat den Faktor, 1,20. Die IDM hat den höchsten Faktor 1,40 und das Saisonfinale in Pelzerhaken hat einen Faktor von 1,25. Internationalen IFCA Meisterschaften im Ausland gehen mit einem Faktor von 1,10 ein und die ProAm Windsurf Cups haben eine Faktor von maximal 1,00.

Das Ergebnis (Final Result) der einzelnen Disziplinen einer Regatta geht dann als Wertung mit dem entsprechenden Ranglistenfaktor in die Jahresrangliste ein. Je höher der Faktor, desto mehr Ranglistenpunkte.


Genügend Wertungen einfahren


Für jede Disziplin ist die Anzahl der eingehenden Wertungen in die Jahresrangliste festgelegt:

  • Foiling & Fin Slalom: 4 Wertungen

  • Wave: 2 Wertungen

  • Overall 6 Wertungen


Jeder Fahrer kann nur mit maximal dieser Anzahl Wertungen in der entsprechenden Rangliste punkten. Alle weiteren Wertungen sind Streichergebnisse. Grundsätzlich kann man also an so vielen Regatten teilnehmen, wie man möchte. Aber die Ranglistenplatzierung verbessert sich dadurch nicht zwangsläufig. Man kann aber natürlich immer schlechtere Wertungen durch bessere Wertungen ersetzen.


Wenn man in den Ranglisten möglichst gut platziert sein möchte, muss man also schauen, dass man möglichst keinen Slot frei lässt. Ein Fahrer, der mit vier Wertungen punktet wird fast immer mehr Ranglistenpunkte haben, als ein Fahrer, dem eine Wertung fehlt. Man sollte also als allererstes schauen, dass man überhaupt an genügend Regatten teilnimmt. Dabei gilt es zu beachten, dass man nur eine Wertung mit Ranglistenpunkten hat, wenn es bei der Regatta ein gültiges Ergebnis gibt. Gibt es bei der Regatta in dieser Disziplin kein gültiges Ergebnis, hat man keine Wertung und steht ohne Punkte von diesem DWC Tourstopp da. Je nach Disziplin ist das Risiko, dass dieser Fall eintritt unterschiedlich hoch.


Es ist deshalb sinnvoll, mindestens ein oder zwei „Sicherheitsregatten" mit einzuplanen, weil man ja vielleicht auch mal bei der Wettfahrten Pech oder Materialbruch hat und so auch nicht die erhofften Ranglistenpunkte einfährt. Mit einigen „Sicherheitsregatten“ zu Saisonbeginn kann man hier schon mal eine gute Basis legen und die Slots später ggf. durch bessere Wertungen von höherwertigen Regatten ersetzen.


Spezialist oder Universalist?


Jeder Fahrer kann sich entscheiden, ob er sich auf eine Einzeldisziplin konzentriert oder in mehreren Disziplinen antritt und dann auch die Overallwertung in den Fokus nimmt. Auch als Einzeldisziplin Fahrer wird man automatisch in der Overall-Rangliste geführt und kann diese theoretisch sogar gewinnen. Aber man hat weniger Möglichkeiten, Wertungen zu erzielen und damit weniger Chancen viele Ranglistenpunkte zu sammeln. 


Multidisziplin-Regatten nutzen


Einige Regatten sind nur für eine einzelne Disziplin ausgeschrieben. Entsprechend kann man dort nur in dieser Disziplin eine Wertung erzielen. Bei Multidisziplin-Regatten kann man aber gleich Wertungen für mehrere Disziplinen einfahren. So kann man, wenn Wind und Wellen mitspielen, zum Beispiel bei den Tourstopps auf Sylt im Foiling, im Fin Slalom und im Waveriding punkten und damit gleich drei Wertungen für die Overall Rangliste sichern.


Auf die „Big Points“ schauen


Die Basis für eine solide Ranglistenplatzierung ist immer genügend Wertungen einzufahren. Beim Kampf um die vorderen Platzierungen kommt es dann aber auf die „Big Points“ an. Bei den Windsurf Cups und vor allem bei der IDM auf Sylt kann man deutlich mehr Ranglistenpunkten einfahren als bei einem ProAm Windsurf Cup. Natürlich ist die Konkurrenz bei diesen Top-Events auch härter und es wird schwieriger sein, die gleiche Platzierung einzufahren. Für schwächere Fahrer kann es deshalb sinnvoll sein, bei den niedriger Faktorisierten Veranstaltungen zu punkten. Aber beim Kampf um die Spitze kommt man an diesen Regatten nicht vorbei.


Verhindern, dass andere „meine Punkte“ holen


Punkte, die ich hole kann kein anderer holen. Das klingt logisch. Aber wenn man es konsequent durchdenkt, kann es sinnvoll sein, an hochfaktorisierten Regatten teilzunehmen und dort Ergebnisse einzufahren, obwohl man eigentlich vielleicht bereits zufrieden mit seinen Ergebnissen gewesen ist. Im direkten Konkurrenzkampf mit anderen Cuppern kann man so vielleicht verhindern, dass diese Punkte einfahren, die es ihnen erlauben, in der Rangliste zu überholen oder auch nur gleichzuziehen und dann ggf. im TieBreak nach vorne zu rutschen.


Wie sieht also die optimale Strategie für den "DWC Sieg" aus?


  1. Zu Saisonbeginn ein, zwei „Sicherheitsregatten“. Damit hat man schon mal die ersten Wertungen und kommt in den "Wettkampf-Modus“. Hier bieten sich der ProAm Windsurf Cup am Gardasee (ITA) 11./12. April und die IFCA World Championship in Leucate (FRA) an.

  2. Möglichst viele, mindestens vier, der hoch faktorisierten Windsurf Cups mitnehmen und da möglichst gut fahren.

  3. Die IDM beim Surf Cup auf Sylt ist Pflichttermin!



 
 
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