Langer holt Titel im Waveriding
- GWA
- 30. Juli
- 3 Min. Lesezeit

Sturm an der Nordsee, den ganzen Tag peitschender Regen. Die Stände auf der berühmten Promenade am Brandenburger Strand alle geschlossen. Aber auf der Nordsee gewaltige Wellen und einige der besten Waver Deutschlands.
So präsentierten sich die GWA Championships im Rahmen des California Surf Cup Sylt an Tag zwei. Bei diesen Bedingungen war klar, dass die Disziplin Wave angesagt sein würde. Der Kieler Vincent Langer (GER-1, Duotone) sicherte sich in den extremen Bedingungen den Titel in der Disziplin Waveriding vor Nick Spangenberg (GER-141, Gunsails, JP-Australia) und Oliver Schott (GER-26, Duotone, Patrik).
Als die Rider am Morgen über den Deich am Brandenburger Strand kamen war klar, dass sowohl die Foiler als auch die Fin Slalom Fahrer heute nicht zum Zuge kommen würden. Die Wellen waren noch einmal viel höher als am Vortag und es war nicht daran zu denken, Boote auf die Nordsee zu schicken. Konsequenterweise entließ die Regattaleitung diese Fahrer für heute und konzentrierte sich voll auf die Disziplin Waveriding. Bei extremem Wetter mit Dauerregen boten die Windsurfer den wetterbeständigen Besuchern eine spektakuläre Show.
Der mehrfache deutsche sowie Europa- und Weltmeister Vincent Langer macht normalerweise vor allem in den Disziplinen Foiling und Fin Slalom Eindruck. Aber für die „Mission Titel“ bei der German Windsurfing Association Championship auf Sylt war klar, dass auch die Disziplin Wave eine wichtige Rolle spielen könnte. Langer zeigte, dass nicht nur bei den Speedduellen zwischen den Bojen mit ihm zu rechnen ist. Der Kieler überzeugte die Jury und die Zuschauer vor allem mit Wellenritten und einer guten Taktik. Im Finale setzte er sich so überraschend gegen den Wave-Experten Nick Spangenberg durch.

Nick Spangenberg war extra wegen des Wave Alarms zu den GWA Championship nach Sylt angereist. Als Wave Experte ging er als Favorit in die Titelkämfe und war gesetzt. Ungefährdet kam er bis ins Finale, wo er sich dann jedoch dem neuen GWA Wave Champion Vincent Langer beugen musste. Trotzdem ist Spangenberg nun Vize GWA Wave Champion 2025.
Den dritten Platz auf dem Podium in der Disziplin Wave sicherte sich Oliver Schott. Der Grandmaster (Ü50) bewies, dass sich Erfahrung auszahlt. Er teilte sich die Heats gut ein und konnte stets kurz vor Ende des Heats noch mit einem entscheidenden Wellenritt punkten. So kämpfte er sich bis ins B-Finale. Dort stand er dem Sylter Local Irfan Celikay (TUR-172, Starboard, Severne) gegenüber. Im Kampf um Platz drei setzte sich der routinierte Schott dann erfolgreich durch.
Bei den Youth U21 teilten sich Mika Henning (GER-64, Duotone) und Jesper Mo Thomsen (GER-510, GA-Sails, Tabou) Platz eins und Keno Recke (GER-10, Patrik) und Jesse Richter (GER-180, Sailloft, Starboard) Platz 3.
Nach diesem Hardcore-Tag für Surfer und Zuschauer freuen sich alle auf entspanntere Bedingungen für die kommenden Tage. In der Disziplin Wave steht der GWA Champion 2025 mit Vincent Langer fest. Aber in den Disziplinen Foiling und Fin Slalom ist noch alles offen. Die spannendste Frage ist deshalb, wann die Wellen klein genug sein werden, um Boote auf die Nordsee bringen zu können. Wenn alles wunschgemäß klappt, könnten am Donnerstag und Freitag aber auch die Racer zum Zuge kommen.
Die GWA Championship läuft noch bis zum Sonntag, dem 03. Juli, im Rahmen des California Surf Cup Sylt. Dann werden um 17:00 Uhr die neuen Champions auf der Bühne gekrönt.

Neben dem Sport auf dem Wasser bietet der California Surf Cup Sylt ein buntes Programm für die ganze Familie.
Sei es die Autoausstellung und Fotobox bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, das Familienprogramm bei der Autostadt oder die Pop-Up Stores von Medusa-Chiemsee und Kersy. Beim Sun Downer am Abend lädt der Wein von California Wines zu einem entspannten Ausklang ein.
Am Wochenende legen dann DJ Tom Sass mit Reto sowie DJ Bvillage auf und heizen den Besuchern ordentlich ein.
Ergebnisse:
1. Platz Vincent Langer (GER-1, Duotone)
2. Platz Nick Spangenberg (GER-141, Gunsails, JP-Australia)
3. Platz Oliver Schott (GER-26, Duotone, Patrik)
4. Platz Irfan Celikay (TUR-172, Starboard, Severne)



