GERMAN WINDSURFING

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:: DSV präsentiert neues Athletenzentriertes Karrieremodell im Windsurfen

Der Deutsche Segler-Verband (DSV) wird seiner Aufgabe als Dachverband gerecht und präsentiert ein neues „Athletenzentriertes Karrieremodell im Windsurfen“.
Eine Arbeitsgruppe des Ausschusses für Wind- & Kitesurfen hat sich unter der Federführung von Thomas Poggemann intensiv mit der Situation des Windsurfsports international und in Deutschland auseinandergesetzt und einen neuen Rahmenplan entwickelt. Mit der Deutschen Windsurfing Vereinigung (DWSV) und der German Windsurfing Association (GWA) waren beide in Deutschland aktiven Klassenverinigungen gemeinsam an der Ausarbeitung beteiligt. Das Dokument stellt eine Roadmap für Landessegler-Verbände, Vereine, Trainer, Eltern und Aktive dar. Einzelmaßnahmen und Engagements können nun zielgerichtet an diesem Modell ausgerichtet werden. „Wir begrüßen das neue Athletenzentrierte Karrieremodell im Windsurfen.

Endlich liegt ein zeitgemäßes Konzept vor, an dem sich alle Akteure orientieren können.“ sagt GWA-Vorstand Matthias Regber. „RS:X ist seit Jahren in Deutschland faktisch tot. Mit dem neuen Modell wird die Athletenbasis verbreitert und das Potenzial um Dimensionen vergrößert. Ich sehe gute Möglichkeiten, dass sich aus diesem Konzept Medaillien-Möglichkeiten für Deutschland bei zukünftigen olympischen Spielen ergeben.

Zentraler Bestandteil ist die Abkehr von einer ausschließlich Klassen- und Materialzentrierten Planung. Das aktuelle olympische Material RS:X wird gerade einer „Anti-Trust Evaluation“ unterzogen und selbst wenn für 2024 RS:X noch einmal zum Einsatz kommen sollte, rechen alle Experten spätestens danach mit einem Wechsel auf zeitgemäßes Material. Der Deutsche Segler-Verband möchte diesen Entwicklungen vorauskommen. Anstatt mit wenig Erfolgsaussichten Windsurfer auf eine in Deutschland nicht existente Klasse zu zwingen soll ein umfassenderer und erfolgsversprechender Ansatz gewählt werden. Mit dem Athletenzentrierten Karrieremodell im Windsurfen soll eine breite Basis von leistungsstarken Athleten ausgebildet werden, aus denen dann zielgerichtet einzelne Sportler für eine Olympiakampagne ausgewählt werden können.

An der Basis bildet weiterhin die Jugendklasse Techno293 den optimalen Einstieg. Aber bereits ab 15 Jahren können Foil- und Funboard gleichberechtigt zum Einsatz kommen. Erstmals wird so im vorolympischen Bereich das Potenzial der tausende von Breitensportlern erschlossen. Die GWA war an der Ausarbeitung des neuen Konzeptes beteiligt und unterstützt dieses nach Kräften. Zukünftige Maßnahmen sollen sich hieran orientieren.