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:: Im Interview mit Gunnar Asmussen



Hallo Gunnar, die Saison läuft nun so langsam an und wir sind schon gespannt, was sie bereit hält. Was sind deine Ziele in diesem Jahr? 
Mein Ziel ist es, fit durch die Saison zu kommen und mein momentanes Gewicht von 98kg zu halten. Ich will einfach alles geben und dann sehen wir ja, was passiert. Ich weiß, dass ich momentan gut drauf bin, also muss ich nur so weiter machen. 


Wie und wo hast du dich im Winter auf die Saison vorbereitet?

Letztes Jahr war sehr schwierig für mich, deshalb hab ich mir eine längere Auszeit vom Job gegönnt. Ich war 1,5 Monate in Australien und bin dann direkt weiter für einen Monat nach Teneriffa. Danach war ich noch 14 Tage am Gardasee, bzw. in Südfrankreich. 
Das Highlight meiner Vorbereitung war Australien. Ich konnte endlich mal wieder aufs Waveboard und durch die super Bedingungen auch unglaublich viel Zeit auf dem Wasser verbringen. Aber auch das TWS Slalom Pro Training auf Teneriffa hat super viel Spaß gemacht. Es ist sehr anspruchsvoll, aber dadurch wird man richtig schnell und fit!


Wie sieht es denn mit der Konkurrenz aus, kann dir jemand gefährlich werden? 

Definitiv Vincent Langer, den gilt es auch in diesem Jahr zu schlagen und er ist der klare Favorit. Wir haben ja gesehen, wie er letztes Jahr auf den PWA Events und beim Multivan Windsurf Cup gefahren ist. Nach dem PWA Event in Hvide Sande hat mich Vincents Ergebnis aber richtig motiviert, denn ich war das ganze Jahr nicht weit weg und wusste, dass ich auch in die Region fahren kann. Auf Sylt hatte ich dann etwas Pech (Schleudersturz nach Kollision mit einer Plastikflasche kurz vor der Grünen Flagge und einen Gabelbaum Anbruch direkt vorm Start), konnte mir aber dennoch einen Platz in den Top-16 sichern. In diesem Jahr will ich so weitermachen! 😃


Die ersten Regatten haben schon stattgefunden, wie sah dein Saisonstart aus? Konntest du schon Regatten mitfahren? 

Ich war in Marseille/Marignane beim AFF Event und bin 4. geworden. Sicher kein schlechtes Ergebnis, speziell weil es extrem stark besetzt war. Zufrieden war ich dennoch nicht, es war deutlich mehr drin. Aber ich habe dort viel für die nächsten Rennen gelernt. Vor zwei Wochen war ich beim „Racer of the Lake“ am Steinhuder Meer, die Regatta konnte ich gewinnen.


Kein schlechter Start in die Saison. Herzlichen Glückwunsch, Gunnar! Mit welchen Events geht es nun weiter? 

In diesem Jahr plane ich die kompletten Multivan Windsurf Cup Tour, drei Regatten in Dänemark und drei Worldcups mitzufahren. Besonders freu ich mich auf den Saisonabschluss in Neukaledonien, aber auch auf alle anderen Events, die noch kommen.


Dann können sich deine Fans ja auf spannende Duelle zwischen dir und den anderen deutschen Top-Fahrern freuen. Was würdest du den jungen Regattaeinsteigern beim Multivan Windsurf Cup als Tipp mit auf den Weg geben?

Egal ob gutes, oder schlechtes Material, einfach mal auf einem Event vorbei schauen. Der Aufwand kann schon echt groß und teuer werden, aber man kann klein anfangen und auch mit älteren Material vorn dabei sein. Have fun on the water! 😄


Wie bist du denn eigentlich Profi-Fahrer geworden?

Es ist leider schwierig vom Windsurfen zu leben. Deshalb habe ich mich noch nie als Profi bezeichnet. Ich hab immer normal gearbeitet, meistens konnte ich Arbeit und Sport gut kombinieren und so an allen Events teilnehmen und auch auf Reisen gehen. Im Winter ist es einfacher, da haben wir wenig zu tun und ich kann ins Warme. In der Saison ist es teilweise richtig hart die Regatten und das Arbeiten unter einem Hut zu bekommen. Es ist eine große Doppelbelastung, die man meistern muss. 


Möchtest du noch was ergänzen, Gunnar? 

Ja, dieses Jahr gehe ich mit Severne Sails an den Start! 🏆💪🏻🚀💨
Das gibt mir in diesem Jahr nochmal zusätzliche Motivation, zumal ich mit der APM Crew (Deutschland Importeur Anm. d. Red.) gut klarkomme und viel Support erhalte. Auch Thomas Frener von Maximum Surf unterstützt mich dieses Jahr. Wir hatten schon ein paar echt fette Tage zusammen in Australien. 


Vielen Dank und viel Erfolg für die Saison!